Ans Licht gebracht

von Alexandra Ewerth und Uwe Nitsche

Im zweiten Weltkrieg wurden die Kirchenfenster in St. Katharinen vollständig zerstört, aber man darf vermuten, dass noch Bruchstücke davon tief in der Erde um die Kirche herum zerstreut liegen. Während der umfassenden Sanierung von 2007-2012 sind im Bodenbereich des Kirchraumes geschmolzene Fensterglas Splitter gefunden worden. Das Projekt „Ans Licht gebracht“ nimmt diese Fragmente der Zerstörung wieder auf verwandelt Bruchstückhaftes und  Zerbrochenes ein neues Ganzes und zu sichtbaren Spuren der Kirchengeschichte.
Bunte Scherben von teils über 600 Jahren altem Glas aus Kirchenfenstern in der Tiefe einer Baugrube – eines Schachtes symbolisieren die zerstörten Kirchenfenster – neu ans Licht gebracht.

Die Installation verbindet Geschichte und Vorgefundenes und transformiert es in eine neue künstlerische Form. Diese Arbeit soll darauf aufmerksam machen, dass ein Ort der Zerstörung zugleich auch eine Fundstätte für sehr Kostbares sein kann. Gleichzeitig hebt die Installation den Katharinenkirchhof als Ort der Erinnerung hervor und weist darauf hin, dass Krieg und Scherben damals wie heute die Realität vieler Menschen prägen.

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